Matjes
Junger, mild gesalzener Hering – traditionell nur mit rohen Zwiebeln. Der Zart-Klassiker.
Frisch vom Kutter · Fischereihafen und Vorderreihe
Für viele ist das Fischbrötchen der eigentliche Grund, an die Küste zu fahren – und in Travemünde bekommt man es dort am frischesten, wo der Fisch anlandet: am Fischereihafen auf dem Baggersand. Dazu kommen die Buden an der Vorderreihe und an der Promenade. Diese Seite zeigt die Stände auf einer Karte, erklärt die Sorten und erzählt, warum das belegte Brötchen ein norddeutsches Kulturgut ist.
Zwei Reviere: die traditionellen Buden am Fischereihafen (Baggersand) und die Adressen an der Vorderreihe und Promenade. Tippen öffnet die jeweilige Adresse in der Karten-App.
Klassiker direkt am Fischereihafen, wo die Kutter anlanden.
Heute: 11:00–20:00 Uhr
Fischbrötchen und warme Fischgerichte am Hafen.
Heute: 11:00–20:30 Uhr
Kleine Bude am Fischereihafen mit maritimem Flair.
Heute: 12:00–21:00 Uhr
Fischbrötchen und Räucherfisch, ein Stück den Hafen hinauf.
Heute: 09:00–18:00 Uhr
Die Sylter Fischmarke an der Vorderreihe – Garnelen, Lachs, Backfisch, mit Traveblick.
Heute: 11:00–22:00 Uhr
Bar und Fischbude an der Promenade, direkt am Wasser.
Heute: 12:00–22:00 Uhr
Junger, mild gesalzener Hering – traditionell nur mit rohen Zwiebeln. Der Zart-Klassiker.
In Essig, Öl und Zwiebeln sauer eingelegter Hering – benannt nach Reichskanzler Bismarck, mit Gurke und Zwiebel.
Gebraten und dann sauer eingelegt – herzhafter und fester als der Matjes.
Im Teigmantel frittiertes Filet (oft Seelachs oder Kabeljau) – warm, knusprig, mit Remoulade.
Nordseekrabben (Granat), pur oder mit Ei – die feine, etwas teurere Variante.
Kalt geräucherter Lachs oder Makrele – mild und ohne Säure, gut für Einsteiger.
Seit 2011 feiert Schleswig-Holstein am ersten Samstag im Mai den Weltfischbrötchentag – eine Aktion des Ostsee-Holstein-Tourismus, die Fischerei, maritime Kultur und die Bude nebenan feiert. An der Küste gibt es dann Sonderaktionen; 2026 fällt der Tag auf den 2. Mai. Ein guter Anlass, die Travemünder Stände abzuklappern.
Das Fischbrötchen stammt aus den norddeutschen Hafenstädten des 19. Jahrhunderts: eine schnelle, billige Mahlzeit für Fischer, Seeleute und Hafenarbeiter, gegessen im Stehen. Weil frischer Fisch rasch verdirbt, wurde er haltbar gemacht – gesalzen, sauer eingelegt, geräuchert. So entstanden Matjes, Bismarckhering und Rollmops, bis heute die Grundlage des belegten Brötchens. Aus dem Arbeiter-Snack wurde ein Kulturgut der ganzen Küste.
Die ehrliche Antwort: Geschmackssache. Wir küren keine „Top 5" und erfinden keine Sterne – wer die Wahl über echte Bewertungen treffen will, findet die Aggregat-Noten der einzelnen Anbieter im Orte-Verzeichnis. Unser Tipp: morgens an den Fischereihafen, wenn die Kutter zurück sind, und einfach zwei Buden probieren.
Am frischesten am Fischereihafen auf dem Baggersand (Königs Fischbrötchen, Fischkombüse, Kajüte, Fisch Stengel), dazu an der Vorderreihe Gosch und Tiefblau. „Am besten" ist Geschmackssache – wir erfinden keine Wertung; echte Bewertungen stehen im Orte-Verzeichnis.
Die Klassiker sind Matjes (mild, mit Zwiebeln), Bismarckhering (sauer eingelegt), Brathering, Backfisch (frittiert, warm), Krabben und geräucherter Lachs oder Makrele. Für Einsteiger sind die milden Räucherfisch-Varianten am leichtesten.
Der Weltfischbrötchentag findet seit 2011 am ersten Samstag im Mai statt; 2026 ist das der 2. Mai. An der Ostseeküste gibt es dazu besondere Aktionen rund um den frischen Fisch.
Am Fischereihafen auf dem Baggersand: Die Kutter kehren meist gegen 8 Uhr morgens zurück, der Fang wird direkt von Bord oder an Ständen an Land verkauft. Feste Verkaufszeiten gibt es nicht.