Passathafen und Viermastbark Passat auf dem Priwall in Travemünde

Halbinsel an der Trave-Mündung · per Fähre

Der Priwall

Der Priwall ist die rund drei Kilometer lange Halbinsel gegenüber dem Ortskern, nur durch die Trave getrennt und mit der Fähre in wenigen Minuten erreichbar. Hier liegen der breite, ruhigere Sandstrand, das Museumsschiff Passat mit dem Passathafen, die Ostseestation und ein großes Naturschutzgebiet – und an der Ostspitze verlief bis 1990 die innerdeutsche Grenze. Diese Seite bündelt, was den Priwall ausmacht, mit Quelle und Prüfdatum.

Foto: Roland.h.bueb, Wikimedia Commons, CC BY 3.0

Was den Priwall ausmacht

geprüft am 1. Juli 2026

Die Grenze mitten durch den Priwall

An der Ostspitze des Priwalls verläuft die Landesgrenze zu Mecklenburg-Vorpommern – bis 1990 war das die innerdeutsche Grenze zwischen Bundesrepublik und DDR. Die Halbinsel gehört seit der Eingemeindung 1913 zu Lübeck-Travemünde; heute leben rund 1.600 Menschen dauerhaft auf dem Priwall, dazu kommen etwa 400 Sommerhaus-Gäste. Wo einst der Zaun stand, führt heute ein Weg an der Grenze entlang. Mehr zur Teilung und Wiedervereinigung steht auf der Geschichts-Seite.

Zur Geschichte von Travemünde und der Teilung →

Praktisch auf dem Priwall

Der Priwall 1878 – Rennbahn statt Grenze

Auf dem amtlichen Blatt von 1878 ist der Priwall fast leer – verzeichnet sind eine Rennbahn und die Fähre an der Vorderreihe. Von der innerdeutschen Grenze, die hier von 1945 bis 1990 verlief, ahnt die Karte nichts. Der Schieber vergleicht die Pötenitzer Wiek von damals mit dem heutigen Luftbild.

Aktuelles Luftbild von Pötenitzer Wiek und Priwall-Ostspitze
Derselbe Ausschnitt im heutigen Luftbild DOP20; an der Ostspitze verlief 1945–1990 die Grenze (© GeoBasis-DE/LVermGeo SH).
Karte von 1878: Pötenitzer Wiek und Priwall-Ostspitze
Preußische Landesaufnahme 1878–1880: Pötenitzer Wiek und Priwall-Ostspitze (© GeoBasis-DE/LVermGeo SH, CC BY 4.0).

Alle drei Vergleichs-Ausschnitte: Travemünde damals und heute →

Häufige Fragen zum Priwall

Wie kommt man auf den Priwall?

Über die Trave mit der Priwallfähre: Eine Autofähre setzt Fahrzeuge über, eine ganzjährige Personen- und Radfähre bringt Fußgänger und Radfahrer in wenigen Minuten hinüber. Vom Ortskern (Vorderreihe) sind es nur wenige Schritte zum Anleger.

Was kann man auf dem Priwall machen?

Am breiten Sandstrand baden, das Museumsschiff Passat besichtigen, den Passathafen mit seiner Marina anschauen, die Ostseestation mit ihren Aquarien besuchen, in der BeachBay-Markthalle einkehren und im Naturschutzgebiet der Südhälfte spazieren.

Ist der Priwallstrand besser als der Kurstrand?

Anders: Der Priwallstrand gilt als der breitere, ruhigere Strand mit mehr Platz, der Kurstrand im Ortskern ist belebter und näher an der Promenade. Beide sind amtlich ausgewiesene Badestellen.

Lag die innerdeutsche Grenze wirklich auf dem Priwall?

Ja. Die Ostspitze des Priwalls bildet die Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern; bis 1990 war das die Grenze zwischen Bundesrepublik und DDR. Die Halbinsel selbst gehörte zur Bundesrepublik (Lübeck).

Was ist die Ostseestation Priwall?

Ein Ostsee-Aquarium und Meeresmuseum am Passathafen mit 20 Schauaquarien heimischer Meerestiere, Anfassbecken und Exkursionen, getragen vom gemeinnützigen Verein „Natur und Umwelt – Ostseestation Travemünde e. V.". Ganzjährig geöffnet (Saisonzeiten beachten).

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