Pegel live · gezeitenfrei · windgetrieben
Wasserstand und Hochwasser in Travemünde
Die Ostsee ist nahezu gezeitenfrei: Der Tidenhub in der Lübecker Bucht beträgt nur wenige Zentimeter – ein Ebbe-Flut-Rhythmus wie an der Nordsee fehlt praktisch.
Wie hoch ist der Wasserstand gerade?
Wassertemperatur, Wellen und Wind stehen live auf der Wassertemperatur-Seite.
Warum die Ostsee kaum Gezeiten hat
- Die Ostsee ist nahezu gezeitenfrei: Der Tidenhub in der Lübecker Bucht beträgt nur wenige Zentimeter – ein Ebbe-Flut-Rhythmus wie an der Nordsee fehlt praktisch.
- Den Wasserstand macht hier vor allem der Wind. Kräftiger auflandiger Wind aus Nordost bis Ost schiebt Wasser in die Bucht und lässt den Pegel steigen – bis hin zur Sturmflut. Ablandiger West- bis Südwestwind drückt das Wasser hinaus, dann sinkt der Pegel (Niedrigwasser).
- Der Pegel wird darum nicht in „Ebbe/Flut" gemessen, sondern als Abweichung vom mittleren Wasserstand – so lässt sich Hoch- und Niedrigwasser auf einen Blick einordnen.
Wann wird es kritisch?
Sturmfluten sind an der Ostsee selten, aber möglich – meist bei anhaltendem Ost-/Nordoststurm im Herbst und Winter. Das schwere Ostsee-Sturmhochwasser von 1872 gilt bis heute als Jahrhundertereignis; eine Hochwassermarke am Alten Leuchtturm erinnert daran. Bei einer Warnlage erscheint auf dieser Website oben ein Warnband (Quelle: NINA/DWD); die amtliche Wasserstandsvorhersage kommt vom BSH.
Häufige Fragen zum Wasserstand
Gibt es in Travemünde Ebbe und Flut?
Kaum. Die Ostsee ist nahezu gezeitenfrei – der Tidenhub in der Lübecker Bucht liegt bei wenigen Zentimetern. Spürbare Wasserstandsänderungen entstehen vor allem durch Wind.
Wie hoch ist der Wasserstand in Travemünde gerade?
Der Pegel Travemünde liegt aktuell bei 531 cm über Pegelnullpunkt, das sind rund 31 cm über dem mittleren Wasserstand. Der Live-Wert steht oben auf dieser Seite (Quelle: Pegelonline/WSV).
Kann es in Travemünde Hochwasser geben?
Ja, wenn auch selten. Bei anhaltendem Ost- oder Nordoststurm kann der Wasserstand deutlich steigen, bis hin zur Sturmflut. Das schwere Ostsee-Sturmhochwasser von 1872 gilt als Jahrhundertereignis.
Warum steigt und fällt der Wasserstand ohne Gezeiten?
Weil der Wind das Wasser bewegt: Auflandiger Wind aus Nordost/Ost schiebt Wasser in die Bucht (Hochwasser), ablandiger Wind aus West/Südwest drückt es hinaus (Niedrigwasser).