Ostsee · Feuerqualle · Ohrenqualle
Quallen in der Ostsee
Wer an der Ostsee badet, trifft im Sommer manchmal Quallen. Die meisten sind harmlos – nur eine nesselt. Welche das ist, wie man alle Arten erkennt und was im Fall der Fälle hilft.
Wie ist die Quallen-Lage heute?
möglich
Sommerlage mit warmem Wasser – einzelne Quallen können in der Bucht treiben.
Wassertemperatur: 20,8 °C Windrichtung: 257°
Das ist eine Einschätzung aus Wassertemperatur, Windrichtung und Jahreszeit – keine Messung und keine Sichtungsmeldung; eine amtliche Quallen-Zählung gibt es nicht. Verbindlich ist der Blick ins Wasser bzw. die DLRG-Station am Strand.
So sehen sie aus
harmlos
nesselt!
harmlos Welche Quallen gibt es in der Ostsee? Arten erkennen
Diese Arten begegnen Badegästen an der deutschen Ostseeküste am häufigsten – von Travemünde über Fehmarn bis Rügen sind es dieselben:
| Art | Erkennen | Nesselt spürbar? |
|---|---|---|
| Ohrenqualle (Aurelia aurita) | durchsichtig, 20–30 cm, vier ringförmige Zeichen in der Mitte – bei Weibchen rosa bis violett | nein – die Nesselzellen dringen nicht durch menschliche Haut |
| Feuerqualle (Gelbe Haarqualle, Cyanea capillata) | Schirm dunkelrot bis gelb, bis zu 1 m groß, lange feine Tentakel („Löwenmähne") | ja – brennt wie Brennnesseln, Tentakel meiden |
| Becherqualle | klein (ca. 3 cm breit, 5 cm hoch), Schirm grau, gelb oder braun | besitzt Nesselkapseln; wegen ihrer Größe für Badegäste kaum relevant |
| Meerwalnuss (Rippenqualle) | nur ca. 1 cm, durchsichtig bis milchig, leuchtet im Dunkeln | nein – Rippenquallen haben keine Nesselzellen |
Die häufigste: Ohrenqualle
Die Ohrenqualle (Aurelia aurita) ist die häufigste Qualle der Ostsee. Sie ist durchsichtig und an den vier ringförmigen Zeichen in ihrer Mitte gut zu erkennen. Für Menschen ist sie ungefährlich – ihre Nesselzellen dringen nicht durch die Haut. Wer ihr beim Baden begegnet, kann sie bedenkenlos vorbeiziehen lassen.
Die einzige, die nesselt: Feuerqualle
Nur eine Art nesselt spürbar: die Gelbe Haarqualle (Cyanea capillata), meist Feuerqualle genannt. Sie ist gelblich-braun und trägt lange, feine Tentakel. Ihr Nesselgift brennt auf der Haut ähnlich wie Brennnesseln. Tödlich ist das nicht, aber unangenehm. Bei Allergikern sind stärkere Reaktionen möglich – Ausschlag, Schwindel, Übelkeit oder Atemnot; dann gehört die Person in ärztliche Hand.
Wann sind Quallen da?
Die meisten Quallen treiben im Spätsommer in der Bucht, wenn das Wasser am wärmsten ist. Auflandiger Wind schiebt sie dann an den Strand, wo sie sich am Ufer sammeln. Nach ruhigen, warmen Tagen ist die Wahrscheinlichkeit höher, welche anzutreffen.
Erste Hilfe bei Kontakt
Wer eine Feuerqualle berührt, sollte die Stelle nicht reiben und nicht mit Süßwasser spülen – das löst weitere Nesselzellen aus. Anhaftende Tentakel streift man vorsichtig mit einer Karte oder mit Sand ab und spült die Haut mit Salzwasser. Bei einer starken oder allergischen Reaktion helfen die Ärzte und Apotheken vor Ort.
Baden in Travemünde
Treiben sichtbar viele Quallen im Wasser, hält man besser Abstand oder wechselt die Badestelle. Wie es gerade am Strand aussieht, zeigt Strand und Wasser mit den aktuellen Werten.
Häufige Fragen zu Quallen in der Ostsee
Sind Quallen in der Ostsee gefährlich?
Die meisten nicht. Die häufige Ohrenqualle ist für Menschen ungefährlich. Nur die Feuerqualle nesselt: Ihre Berührung brennt auf der Haut, ist aber nicht tödlich. Für Allergiker kann sie stärkere Reaktionen auslösen.
Wie sieht eine Feuerqualle aus?
Die Feuerqualle (Gelbe Haarqualle, Cyanea capillata) ist gelblich-braun und hat lange, feine Tentakel. An diesen Fäden sitzt das Nesselgift, das auf der Haut wie Brennnesseln brennt.
Was tun bei einer Quallen-Berührung?
Nicht reiben und nicht mit Süßwasser spülen, weil das weitere Nesselzellen auslöst. Tentakel vorsichtig mit einer Karte oder Sand abstreifen und mit Salzwasser spülen. Bei starker oder allergischer Reaktion zum Arzt.
Wann gibt es die meisten Quallen?
Vor allem im Spätsommer, wenn das Wasser warm ist. Auflandiger Wind treibt die Quallen dann an den Strand, wo sie sich am Ufer sammeln.
Ist die Ohrenqualle giftig?
Nein. Die Ohrenqualle besitzt zwar Nesselzellen, diese dringen aber nicht durch die menschliche Haut – sie ist für Menschen ungefährlich. Sie ist die häufigste und harmloseste Qualle der Ostsee, gut erkennbar an den vier ringförmigen Zeichen in ihrer Mitte.
Welche Quallen gibt es in der Ostsee?
Am häufigsten sind die harmlose Ohrenqualle und die nesselnde Feuerqualle (Gelbe Haarqualle). Daneben kommen die kleine Becherqualle und die Meerwalnuss vor – eine Rippenqualle ganz ohne Nesselzellen, die im Dunkeln leuchtet.
Was sind die rosa Quallen in der Ostsee?
Meist Ohrenquallen: Bei den Weibchen sind die vier ringförmigen Geschlechtsorgane in der Schirmmitte rosa bis violett gefärbt. Diese rosa schimmernden Quallen sind für Menschen ungefährlich.
Gibt es aktuell Quallen in der Ostsee?
Eine amtliche Quallen-Zählung gibt es nicht. Faustregel: Am wahrscheinlichsten sind Quallen im Sommer und Spätsommer bei warmem Wasser, vor allem wenn auflandiger Wind sie Richtung Strand schiebt. Die Lage-Einschätzung oben auf dieser Seite rechnet das aus den aktuellen Wetterdaten; verbindlich ist der Blick ins Wasser oder die DLRG-Station vor Ort.
Gilt das auch für Fehmarn, Rügen und andere Ostsee-Strände?
Ja. Ohrenqualle, Feuerqualle und die übrigen Arten kommen an der gesamten deutschen Ostseeküste vor – ob Travemünde, Fehmarn, Rügen oder Usedom. Auch die Faustregeln zu Saison, auflandigem Wind und Erster Hilfe gelten überall gleich.